ChatGPT ist seit August kostenlos ohne Nachrichtenlimit

Bis vor Kurzem war der kostenlose Zugang zu ChatGPT nach ein paar Nachrichten zu Ende. Dann kam der Hinweis, man solle es in ein paar Stunden noch einmal versuchen. Für einen Betrieb, der zwischen zwei Terminen schnell etwas formulieren will, war das unbrauchbar.

Am 6. August 2026 hat OpenAI diese Grenze im Textmodus aufgehoben. Wer kein Geld bezahlt, darf jetzt so viele Nachrichten schreiben, wie er will. Dazu läuft im Gratiszugang ein neueres Modell.

Was du damit machen kannst

Ich nenne nur Sachen, die ich selbst so mache oder bei Kunden gesehen habe.

  • Angebotstexte in Ordnung bringen. Du tippst deine Stichpunkte hin und lässt daraus einen freundlichen Absatz machen.
  • Eine unangenehme E-Mail vorformulieren. Zum Beispiel die dritte Zahlungserinnerung, die höflich bleiben soll.
  • Eine Anfrage auf Englisch beantworten, wenn dein Englisch eingerostet ist.
  • Aus einer langen Mail die drei Punkte herausziehen, um die es wirklich geht.
  • Texte für deine eigene Website vorbereiten, bevor du sie mir schickst.

Der Nutzen liegt nicht darin, dass die KI besser schreibt als du. Er liegt darin, dass sie die leere Seite wegnimmt. Den ersten Entwurf zu haben ist die halbe Arbeit.

Was weiter begrenzt ist

Kostenlos heißt nicht unbegrenzt in allem. Bilder, das Hochladen von Dateien und die Suche im Netz bleiben gedeckelt. Wer das täglich braucht, kommt um einen bezahlten Zugang nicht herum.

Was du nicht hineinschreiben solltest

Hier wird es ernst, und hier sehe ich in der Praxis die meisten Fehler.

Schreib keine Kundendaten in einen KI-Dienst, mit dem du keinen Vertrag zur Auftragsverarbeitung hast. Also keine vollständigen Namen mit Adresse, keine Rechnungen, keine Krankmeldungen, keine Personalakten. Das gilt für den kostenlosen Zugang genauso wie für den bezahlten.

Der Trick ist einfach: schreib die Aufgabe hin, nicht die Person. Statt "Schreib eine Mahnung an Herrn Müller, Bahnhofstraße 4, wegen Rechnung 2026-118 über 1.240 Euro" schreibst du "Schreib eine höfliche zweite Zahlungserinnerung für eine offene Rechnung". Die Namen und Zahlen setzt du danach selbst ein. Dauert zehn Sekunden länger und erspart dir eine Menge Ärger.

Und prüfen musst du trotzdem

KI erfindet Dinge. Nicht böswillig, sondern weil sie Sätze baut, die plausibel klingen. Bei Zahlen, Fristen, Paragrafen und Namen ist das gefährlich.

Meine Regel: alles, was in dein Angebot oder deine Rechnung wandert, liest du selbst noch einmal. Alles, was rechtlich oder steuerlich wird, fragst du bei einem Menschen nach, der das darf. Ich bin kein Steuerberater und kein Anwalt, und ChatGPT ist es auch nicht.

Was ich davon halte

Das ist eine gute Nachricht für kleine Betriebe. Der Einstieg kostet jetzt wirklich nichts mehr außer deiner Zeit. Wenn du bisher gezögert hast, weil du kein Abo abschliessen wolltest, ist der Grund weg.

Wenn du wissen willst, wie du das in deinen Arbeitstag einbaust, ohne dich zu verzetteln: genau dafür gibt es meine KI-Betreuung. Wir setzen uns eine Stunde zusammen, du zeigst mir deine drei lästigsten Aufgaben, und wir schauen, welche davon die KI dir wirklich abnimmt. Und welche nicht.

Quellen

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Porträtfoto des Inhabers von KInnovativ

Nicht sicher, was du brauchst?

Schreib mir in zwei Sätzen, was du vorhast. Ich sage dir ehrlich, was sinnvoll ist, auch wenn es weniger ist als gedacht. Das kostet dich nichts.